Letterjazz Print-Studio

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Heißfolienprägung

Heißfolienprägung

Bei Letterjazz gehört die Heißfolienprägung mit ihren metallisch glänzenden Effektmöglichkeiten neben Letterpress zur wichtigsten Technik im Leistungsspektrum. Unsere Kunden schätzen besonders die aufmerksamkeitsstarke, visuelle Wirkung und die auf matten Designpapieren und das hochwertige Look & Feel der vertieft ausgeprägten grafischen Motive.

Was ist Heißfolienprägung?

Wenn Logos und Schriftzüge hochglänzend in gold oder silber auf einer Verpackung, einem gedruckten Cover oder auf einer Visitenkarte auftauchen, handelt es sich so gut wie immer um „Heißfolie“. Die Veredelungstechnik basiert auf dem Prinzip, dass das Motiv des Prägestempels aus der Prägefolie mittels Druck und Hitze herausgelöst und auf den Bedruckstoff übertragen bzw. appliziert wird. Das zu prägende Druckmotiv findet sich seitenverkehrt und erhaben auf dem Prägestempel, auch Klischee genannt, wieder. Neben zahlreichen Gold- und Silbertönungen gibt es noch viele andere Folienfarben.

Metallisch-glänzende Motive, superdeckende Schriften auf farbigem Papier, oder bemerkenswerte Wirkungen durch transparente Folien oder Microembossing-Look machen diese Prägetechnik zu einer besonders aufmerksamkeitsstarken Art der Veredelung von Print-Produkten. Das geprägte Druckbild ist leicht tiefgeprägt (aber auch hochgeprägt möglich) und liefert einen reizvollen Kontrast, etwa zu mattem Material. Die Folienprägung sorgt auf den ersten Blick für einen besonderen Effekt im Vergleich zum normalen Farbdruck.

Sind Heißfolienprägung, Folienprägung, Prägefoliendruck und Prägertransferdruck das Gleiche?

Alle drei Begriffe bezeichnen die gleiche Sache. Teils ist die Verwendung des jeweiligen Begriffs eine Stilfrage, teils auch eine Marketingfrage.
Handelt es sich um eine Veredelungstechnik oder um eine Druckart?
Es ist legitim, das Verfahren eher als Druckverfahren und weniger als reine Veredelung zu betrachten, da man prinzipiell auf herkömmliche Druckarten vollständig verzichten könnte, indem man Inhalte rein mittels Heißfolienprägung „druckt“. Es ist also nicht per se ein edler Zusatz zu einem kostengünstigen Druckverfahren, sondern funktioniert auch allein – schöne Haptik und eine hochwertige Anmutung inklusive.

Welche Varianten gibt es in puncto Prägung?

Klassischerweise wird das geprägte Motiv flach ausgeführt, jedoch ist ein ganz leichtes Tiefprägen insbesondere bei Naturpapieren und offenen Oberflächen nicht zu vermeiden; oft ist dies sogar gewünscht, da die Prägung als Erkennungszeichen einer hochwertigen Druckveredelung wahrgenommen wird. Foliengeprägte Logos und Schriften können, wenn zusätzlicher Aufwand in kauf genommen wird, zusätzlich hoch- oder tiefgeprägt werden, also eine Blindprägung die ergänzend ausgeführt wird. Außerdem kann man mit einer Reliefprägung arbeiten, um der Prägung eine Dreidimensionalität zu verleihen. Die Kunst besteht vor allem in der Anfertigung des Prägestempels. Hersteller von Prägestempeln bieten auch noch besondere Designvarianten, wie z. B. Micro-Embossing-Strukturen.
Die Anwendung veranschaulicht die Vielzahl der möglichen Varianten; hier lohnt sich ein Blick auf unsere Arbeitsproben.
Gibt es außer Gold- und Silber-Prägungen noch mehr Möglichkeiten?Es gibt am Markt neben einer großen Auswahl an metallischen Folienfarben in zahlreichen Richtungen wie Kupfer, Messing, usw. auch Pigmentfolien, die im Ergebnis matte Farbprägungen liefern. Außerdem kann man mit Effektfolien, Holgramm- und Diffraktionsfolien durch „spacige“ Lichtbrechungseffekte für Aufmerksamkeit sorgen. Kundenindividuelle Hologrammfolien lassen sich im Falle von großzügigen Budgets für ein hochklassiges, fälschungssicheres Branding einsetzen.

Wofür wird Heißfolienprägung eingesetzt?

Als wertsteigernde Veredelung für Druckprodukte und Verpackungen ist sie nicht mehr wegzudenken. Die Folienprägung wird aber auch als Markenschutz-Element eingesetzt und dient dem Plagiatsschutz, also der Fälschungssicherheit, unter anderem auch im Banknotendruck.
Bei den meisten Print-Anwendungen wird Heißfolie als Veredelung bzw. Ergänzung zum konventionellen Druck eingesetzt. Bei Geschäftsdrucksachen, zum Beispiel Visitenkarten, werden häufig Logos oder einzelne Elemente foliengeprägt. Höchst reizvoll kann auch eine ausschließliche Verwendung, also eine rein foliengeprägte Gestaltung sein.

Auf welchem Papier funktionert Heißfolienprägung?

Ist das Material geglättet und gestrichen (coated) begünstigt es ein scharfes, einwandfreies Druckbild. Cellophanierte, d. h. folienkaschierte, oder andere Arten von Material mit glatter Beschichtung sind in der Regel ebenfalls geeignet. Generell sind Tests zu empfehlen. Raue (uncoated) Feinstpapiere gelten als etwas anspruchsvoller und erfordern unter anderem mehr Anpressdruck, was zu einer leichten Vertiefung des Druckbilds führt (ähnlich Letterpress), sind aber zugleich auch besonders reizvoll: Bei Letterjazz werden ausschließlich ungestrichene Kartonqualitäten (Naturpapiere) eingesetzt, denn sie bieten durch ihre authentische, matte Textur einen besonders schönen und effektvollen Materialkontrast zum foliengeprägten Druckbild. Selbst Graupappe oder Bierfilzkarton lässt sich auf diese Weise zu einem „sexy“ Print-Produkt veredeln, was wir beispielsweise für Cover von Blockbüchern oder Hangtags nutzen, denn Materialkontrast und Haptik wissen zu begeistern.

Welche Arten von Prägestempel (Klischees) gibt es?

Die Transferschicht der Prägefolie wird mit Metallstempeln auf das Papier appliziert. Die am häufigsten verwendeten Varianten sind einerseits geätzte Stempel aus Magnesium und andererseits CNC-gravierte Messingprägestempel, die als hochwertiger gelten und den Vorzug einer höheren Standzeit bieten, was für höhere Druckauflagen und beanspruchende Kartonqualitäten (Pappe) relevant ist. Noch höhere Standzeiten bieten Prägestempel aus Stahl, die in der Praxis der Druckveredelung seltener vorkommen. Die für Letterpress und Flexodruck typischen Fotopolymer-Klischeeplatten eignen sich nicht für Folienprägungen.

Welches sind die Stärken der Heißfolienprägung?

Pluspunkt Nummer 1 ist der Aufmerksamkeitswert. Die Folienprägung vermittelt außerdem Hochwertigkeit in jeder Art von Print-Kommunikation. Wer eine heißfolienveredelte Produktverpackung oder Karte weitergibt, bringt Wertschätzung zum Ausdruck, da es sich offenkundig um etwas Hochwertiges bzw. Hochpreisiges handelt.

Aus Sicht eines Brand Owners oder Kommunikationsdesigners liefert die Technik den Vorzug von einzigartigen Design-Möglichkeiten, denn mit kaum einer anderen Technik lassen sich vergleichbare visuelle Effekte erzielen, sei es metallische Chromeffekte, oder der Druck von Elementen mit supermatten Pigment-Prägefolien, z. B. auf glänzenden oder irisierenden Oberflächen.

Ein weiteres Plus ist die verbesserte Fälschungssicherheit bei Etiketten (beispielsweise Hang Tags), Tickets oder Urkunden.
Prägefolien sind fast immer opak, also deckend, so dass man auf durchgefärbten Papieren zum Beispiel mit einer weißen Folie auf der Design-Ebene zusätzliche Freiheiten erhält, ähnlich wie es im Siebdruck der Fall ist.

Limitierungen: was funktioniert weniger gut?

Gerasterte Druckmotive, extrem feine Linien und Punkte und Schrift unterhalb von Lesegrößen lassen sich kaum mittels Heißfolienprägung umsetzen. Das gilt insbesondere für ungeglättete bzw. ungestrichene Papierqualitäten. Große und/oder komplexe, detailreiche Designs können die Kosten eines Projekts treiben. Flächige Prägungen sind aufwändiger zu fertigen und bereits in der Designphase mit Vorsicht zu genießen; ebens Negativ-Druckmotiv, also Flächen mit aussparenden Schriften und Grafiken.
Design-Empfehlungen

Generell empfehlen wir Typografie und Strich-Illustration und raten von Flächen und Rastern tendenziell ab. Will man mit der akzentuieren und betonen, sollte man reduzierter mit dieser Art von Prägungen bzw. Prägefolien umgehen, um die Aufmerksamkeit des Betrachters wohldosiert zu lenken.

In der Kombination mit Letterpress und Offsetdruck lassen sich per se schöne Kontraste erzielen. Wie wäre es mit einer übergroßen Neujahrskarte, die in wenigen Zeilen Typo in 24-Punkt mit nichts anderem als Folienprägung auf mattem Material eine markante Botschaft transportiert? Oder ein minimalistisches grafisches Muster auf einer Visitenkarte? Wer die Papierfarbe nur ganz leicht abtönen möchte, kann durch schlichtes Weglassen der Prägefolie und leicht erhöhten Anpressdruck eine schlichte und schöne Hitzeprägung erzielen. Bevor das Design in die Maschine kommt, sollte mit einem gemeinsamen Blick auf die Gestaltung, die Umsetzbarkeit besprochen werden. Ein schöner gestalterischer Akzent kann die Veredelung der Schnittkante des Print-Produkts mit Prägefolie genutzt werden – als glänzende Alternative zur matten Farbschnitt-Veredelung.

Wir begleiten Dich gern mit Letterjazz-typischem Service durch die Heißfolien-Thematik mit den verschiedenen Prägefolien, Limitierungen und Möglichkeiten. Außer Rat und Tat stellen wir auf Wunsch natürlich auch aussagekräftige Beispiele aus unserer Produktion zur Verfügung und kalkulieren gern Dein Projekt – nimm am besten gleich Kontakt auf.